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06.12.2017 12:36 Uhr

PlayStation 4 - Singleplayer-Spiele sind nicht vom Aussterben bedroht, meint Rebellion

Das britische Entwicklerstudio Rebellion möchte nicht auf die Entwicklung von Singleplayer-Spielen verzichten. Die Entwickler sind sich auch sicher, dass die Einzelspieler-Titel weiterhin relevant sind.

Singleplayer-Spiele sind nicht vom Aussterben bedroht, meint Rebellion

In den letzten Wochen und Monaten ist eine Diskussion bezüglich der Relevanz von Singleplayer-Spielen aufgekommen, nachdem Electronic Arts das Entwicklerstudio Visceral Games geschlossen, ihr “Star Wars”-Singleplayer-Projekt umstrukturiert und behauptet hat, dass das Interesse an linearen Story-Spielen gesunken sei. Die Entwicklungskosten der Singleplayer-Spiele steigen, jedoch können sie nicht von den Gewinnen kompensiert werden. Lediglich namhafte Projekte von First-Party-Studios seien rentabel.

Dieser Ansicht ist Jason Kingsley, CEO von Rebellion (“Sniper Elite”-Reihe, “Strange Brigade”), jedoch nicht. In einem Gespräch mit Metro GameCentral betonte Kingsley, dass Singleplayer-Spiele keineswegs tot und vom Aussterben bedroht sind. Stattdessen würden sich Multiplayer-Titel lediglich im Trend befinden, was jedoch nicht bedeuten soll, dass Einzelspieler-Erfahrungen verschwinden werden.

“Ich denke, es gibt einige Veränderungen in der Führungsetage der Branche und ich denke wir alle – Gamer und Branchenvertreter – müssen sehen, in welche Richtung es geht. Und wir müssen Feedback anbieten”, sagte Kingsley. Zudem hat er kaum Bedenken, dass die Lootbox-Debatte von Rebellions Kernpublikum wahrgenommen wird. “Viele Leute mögen sie, viele Leute geben vor sie nicht zu mögen […] was die Leute sagen und was sie machen, sind oft zwei ganz unterschiedliche Dinge.”

Rebellion befasst sich hauptsächlich mit Singleplayer-Spielen, auch wenn man Multiplayer-Elemente verwendet. Nichtsdestotrotz möchte man bei Rebellion nicht auf das Erzählen von Geschichten verzichten. Man möchte den Spielern Abenteuern bieten, die auch Spaß machen. So sagte Kingsley im Weiteren: “Singleplayer ist nicht tot. Ich denke, die Leute versuchen nur verzweifelt herauszufinden, wie sie mehr Geld von den Leuten bekommen können, die ihnen gerne mehr Geld geben möchten. Und ich denke, das dominiert in den News derzeit ein wenig, aber ich bin mir absolut sicher, dass die Leute den Singleplayer-Markt nicht einfach vergessen.”

Das aktuelle Spielejahr beweist, dass Singleplayer-Spiele keineswegs auf das Abstellgleis gehören. Mit “Super Mario Odyssey”, “The Legend of Zelda: Breath of the Wild”, “Horizon: Zero Dawn”, “NieR: Automata”, “Mittelerde: Schatten des Krieges”, “Assassin’s Creed Origins”, “Prey”, “Wolfenstein 2: The New Colossus” oder auch “Xenoblade Chronicles 2″ sind einige namhafte Einzelspielererfahrungen erschienen.

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