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25.02.2019 09:32 Uhr

PlayStation 4 - Klassische achtstündige Einzelspieler-Erfahrungen gehören der Vergangenheit an, meint Amy Hennig

Die “Uncharted”- und “Legacy of Kain”-Schöpferin Amy Hennig sieht in der heutigen Zeit keinen Platz mehr für achtstündige Singleplayer-Erfahrungen. So hat sich die Branche von diesen klassischen Spielerfahrungen entfernt.

Klassische achtstündige Einzelspieler-Erfahrungen gehören der Vergangenheit an, meint Amy Hennig

In der Spielebranche ist Amy Hennig ein überaus bekannter Name, nachdem die Autorin unter anderem an Marken wie “Legacy of Kain” oder auch “Uncharted” grundlegend beteiligt gewesen ist.

Zuletzt hatte Hennig bei den “Dead Space”-Entwicklern von Visceral Games an einem “Star Wars”-Videospiel gearbeitet, das für Einzelspieler gedacht gewesen ist. Doch Electronic Arts schloss das Studio und legte die Entwicklung auf Eis.

Der Fokus liegt auf Live-Diensten, Battle Royale und Online-Modi

In einem aktuellen Interview sprach Hennig über die Videospielindustrie und betonte, dass klassische Einzelspieler-Erfahrungen mit rund acht Stunden Spielzeit der Vergangenheit angehören. Der Fokus liegt heutzutage auf Live-Dienste, Battle Royale-Erfahrungen und auch weiteren Online-Modi, die Spieler langfristig binden sollen.

Darüber hinaus wird eine niedrige Spielzeit vermehrt negativ angesehen, da viele Spieler heutzutage eine hohe Spielzeit für ihr Geld bekommen möchten. Dabei könnte sich die hohe Spielzeit auch in negativer Hinsicht auf das klassische Story-Telling auswirken. So sagte Hennig:

“Ich sagte, dass ich nicht glaube, dass ein Spiel wie das erste Uncharted, auch wenn es ein grundlegender Fußabdruck für die Reihe gewesen ist, heutzutage eine rentable Verkaufspräsentation ist. Die Idee der endgültigen achtstündigen Erfahrung, die keine sekundären Modi, kein Online hat ─ die einzige Wiederspielbarkeit war der Umstand, dass man Cheats und solches Zeug freischalten konnte. Kein Multiplayer, nichts.”

“Das begeistert heutzutage nicht mehr. Nun hat man zahlreiche Stunden Gameplay. Acht würden niemals reichen. Normalerweise eine Art Online-Modus. Man sieht natürlich, wohin sich die Dinge entwickeln. In die Richtung der Live-Dienste, Battle-Royale und Games-as-a-Service. All diese Dinge. Ich weiß nicht, nach welchem Wort ich suche. Sie sind weniger förderlich für das traditionelle Storytelling.“

Selbstverständlich schaffen es auch Spiele wie “Marvel’s Spider-Man”, “Red Dead Redemption 2″ oder auch “God of War” eine tiefe Erzählstruktur zu bieten, auch wenn sie sehr lang ausfallen. Dabei wird grundsätzlich vermutet, dass diese Spiele von vielen Spielern überhaupt nicht beendet werden und diese lediglich den ersten Abschnitt spielen.

Hennig möchte jedoch nicht sagen, dass die Länge, die Komplexität, die unterschiedlichen Ebenen, Nebenmissionen und Fertigkeitsbäume nicht großartig sind oder dass sie nicht enthalten sein sollten. Allerdings wird es durch diese Aspekte schwieriger, narrativ ausgerichtete Singleplayer-Spiele zu entwickeln.

Quelle: VentureBeat

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