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4K - Der Unsinn unserer Zeit (TV)


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19 Antworten in diesem Thema

#1 Wearl

Wearl

    Ellie

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  • OrtHekseville

Geschrieben 22 April 2015 - 20:48 Uhr

Das Marketing verspricht, eine neue Klientel für den Kauf von 4K-Displays zu animieren. Das Ansinnen ist technisch nicht zu erklären. Doch das stört die Marketingleute nicht. Obwohl der Käufer von dieser Neuerung nichts hat, wird auf den wichtigen Veranstaltungen landauf und landab geworben, wie wichtig diese Entwicklung sei (BAFTA, Hands on HD). Im Fernsehen beträgt der Abstand bei 4K maximal die zweifache Höhe des Bildschirms. Für den Heimbereich bedeutet das die doppelte Höhe für das Fernsehgerät, um den gleichen Bildabstand bei der Betrachtung zu wahren. Wer kann einen solchen großen Fernseher sich leisten und aufstellen. Aber bei größerem Abstand vom Fernseher wird die Auflösung nicht mehr wahrgenommen. Der durchschnittliche Sehabstand in Deutschland hingegen beträgt 2,7 Meter. Damit sind die meisten Wohnzimmer nur 2K-fähig.

 

Weiterhin ist die 4K-Auflösung nur bei Standbildern sichtbar. Da stellt sich die Frage, ob das Fernsehen eine Dia-Show ist, wahrscheinlich nicht. Die Folgerung daraus heißt also, auch bei einer 4K-Sendung sehen wir im Bewegtbild nur eine 2K-Auflösung, die Bewegungsunschärfe lässt keine höhere Auflösung zu.

 

Bei möglichen 3D-Sendungen hat die 4K-Variante einen Vorteil. Das Stereobild kann dann in 2K betrachtet werden. Heute ist Stereo nur in SD zu sehen. Da Stereo nicht zu häufigsten Sendearten gehört, zählt dieses Argument nicht. Die BBC hat übrigens ihre Stereo-Übertragungen 2013 eingestellt.

 

Bei den heutigen schlechten Aufnahmen in angeblichem HD (Schärfe, Farbdar­stellung, Kontrastumfang usw.) wird die 4K-Variante nicht realisiert. Die Rundfunkanstalten geben für die Qualität kein Geld mehr aus. Die Produktionsrichtlinien lassen eine beliebige Auslegung der Qualität zu. Die verschiedenen Coder für die Aufzeichnung tun ihr übriges, um die Aufnahmen zu verschlechtern. Die HD-Qualität wird (absichtlich) nicht erreicht. Manche großen Sportveranstaltungen und Festspielübertragungen sind davon ausgenommen.

 

Man ist gerade erst nach langen Versuchen, Testphasen und mehreren Anläufen auf HD umgestiegen oder steigt gerade um. Die Innovationslust wird sich also in Grenzen halten. Nach den vielen Jahren des Übergangs muss erst richtig amortisiert werden.

 

Die Industrie gaukelt uns Fernsehzuschauern einen Vorteil vor, den wir aber auch nicht nur ansatzweise wahrnehmen können. Für den Zuschauer ist eine zeitliche Auflösung von 100 Bildern notwendiger, damit wäre allen geholfen. Das Format 1080p100 sollte forciert werden und nicht die Erhöhung der Auflösung auf 4K und mehr.

Wer denkt eigentlich dabei an den Ton, der bei so geringem Abstand dann von unten oder oben oder weit draußen seitlich auf uns einwirkt?

 

Auf den Kongressen wird UHD gelobt: „nicht mehr Pixel, aber bessere Pixel“ (BAFTA 2013). Das kann nur heißen keine 4K, aber eine Erhöhung der Auflösung von 8 auf 10/12 Bit und damit eine Verbesserung der Farbwiedergabe und des Kontrasts.

 

Bei anderen Anwendungen wie Spiele, Museen, radiologischen Auswertungen, Simulierungen und Grafik-Design ist 4K schon etabliert, ist dort auch sinnvoll einsetzbar, beim Fernsehen on-air glaube ich nicht an eine Einführung. Zuerst sollte man hier besseres HD produzieren und senden und nicht den Zuschauer mit hochkonvertierten SD-Inhalten hinters Licht führen. 4K-Bilder zu schauen, das muss man allerdings zugeben, sieht auch in der 2K-Projektion besser aus als HD, aber das weiß man ja schon aus der SD-Zeit.

 

Der Sendestandard muss geändert werden, damit ein vergrößerter Farbraum kenntlich gemacht und eine höhere Dynamik übertragen werden kann. Die progressive Abtastung hat sich ja bei vernünftigen Sendeanstalten durchgesetzt. Damit kann auch eine höhere Bilddatenrate ausgestrahlt werden, die dann allen zugute kommt.

 

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Der Farbraum nach Rec 709 ist für die Displays nicht mehr ausreichend. Der ACES-Vorschlag4 muss im Sendestandard durchgereicht werden, damit er von der neuen Displaytechnik genutzt werden kann (s. Bild). Auch wenn die physikalischen Gesetze nein sagen, das Marketing verkauft die Kunden dennoch für dumm. HD ist eine gute Entwicklung und sollte nicht schon wieder abgeschafft werden.

 

Prof. Dietrich Sauter

 

 
Da jetzt im Technik Forum nach einem 4K tauglichen TV gesucht wird, habe ich mich wieder dran gesetzt, ob 4K vorallem im TV-Bereich sinnvoll ist, da es mehrere Einschränkungen hat, wie das Fehlen des 4K Supports der TV-Sender, dem dadurch entstehenden größeren Sitzabstand und dem kaum merklichen Unterschied zu FullHD. Dabei bin ich auf diesen interessanten Artikel gestoßen.
 
Wie seht ihr diese Technik im TV-Bereich. Sinnlos oder Zukunftsweisend?

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#2 Daryl

Daryl

    The Truth Is Out There

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Geschrieben 22 April 2015 - 21:00 Uhr

Ich habe mir erst letztens auf einem 4K-TV zwei Filme angesehen (Life of Pi, Star Trek) und die Bildqualität war absolut bombastisch. Hier muss man aber auch erwähnen, dass diese Filme mit ein paar anderen auf einer mitgelieferten externen Festplatte gespeichert waren und man nicht nur eine Blu-Ray-Version hochskaliert hat.

 

Allerdings bin ich der Meinung, dass es noch zu früh für diese Technologie ist, zumindest für den Otto-Normalverbraucher. Ich rede hierbei nicht von preislicher Hinsicht, es fehlt ganz einfach der Support und der Content, welche eine Investition lohnenswert macht. Nach so vielen Jahren Full-HD, senden 95 % der empfangbaren Sender immernoch nur in SD, bei bekannten Privatsendern wie RTL, Vox und Co. muss man sich HD quasi dazukaufen. Und da wollen die Leute ernsthaft erwarten, dass die Sender nun von SD auf 4K umsteigen? Ich glaube, für diesen Schritt vergehen noch sehr viele Jahre.

 

Blu-Ray-Content gibt es soweit ich weiß auch noch keinen, evtl. gibt es diesbezüglich ja mit dem Nachfolger der Blu-Ray, der sogenannten Archival-Disc einen Aufschwung. Aber auch bis dahin wird wohl noch einige Zeit verstreichen.

 

4K-TVs sind in der heutigen Zeit nicht mehr als Statussymbol und lohnen sich meines Erachtens nach noch nicht wirklich. Vermutlich werde ich irgendwann dann mal auf 4K umsteigen, wenn schon der nächste Hype in den Startlöchern steht -> 8K

 

Und hey, villeicht haben wir bis dahin ja mal auf allen TV-Kanälen Full-HD :rolleyes: .


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#3 Guest_TheRock1401_*

Guest_TheRock1401_*
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Geschrieben 22 April 2015 - 21:03 Uhr

Also ich persönlich nun mit meinen derzeitigen Geräten zufrieden und werde definitv nicht auf den (für mich schwachsinnigen) 4k Zug aufspringen!
Habe mittlerweile schon soviele Geräte getestet, wenn man nur 1cm zu nah oder zu weit weg ist, wird das Bild schlecht! Schlechter als Full Hd finde ich zumindest. Dazu kommt mich, dass es zur Zeit kaum vernünftige Medien gibt. Die meisten sind ältere remastered Filme.

Für mich absolut unnötig

#4 Wearl

Wearl

    Ellie

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  • OrtHekseville

Geschrieben 22 April 2015 - 21:05 Uhr

Genau das ist es, die TV-Anbieter haben ja schon genug Zeit gebraucht, ihre Sender umzustellen und selbst da bekommt man oft nur hochskaliertes serviert. Dann können X1 und PS4 keine 4K Spiele stemmen, die den Kauf solcher Geräte pushen würde und um einen merklichen Unterschied zu sehen, muss das Gerät mind. 55-60 Zoll groß sein, Platz, den nicht jeder hat ^^

 

Im Grafik und Filmbereich durchaus sinnvoll sowie bei High-End PC Spielen, aber als TV im WZ noch nicht zu gebrauchen.


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#5 Wearl

Wearl

    Ellie

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  • OrtHekseville

Geschrieben 06 March 2016 - 10:51 Uhr

Ein Kommentar, das alles sagt

 

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#6 Malik

Malik

    Priester

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  • OrtMontana

Geschrieben 06 March 2016 - 11:31 Uhr

Ich habe mir vor gut 2 Jahren einen Samsung 4K gekauft, und war schnell zweigeteilt was die Meinung der Bildqualität angeht. Bei BluRay (und 3D) und Videospiele absolut Top, bei TV eher ein Flop. Bei letzteren habe ich sogar das Gefühl, das FullHD-Fernseher bessere TV-Resultate liefert. Ich habe mir allerdings den TV nicht (nur) wegen des 4K gekauft, sondern weil mir das Design sehr gut gefallen hat. Ich finde auch, dass es für 4K noch viel zu früh ist, aber ich habe das Gefühl das Samsung hier viel zu schnell vorwärts rennt. Die bieten ja schon Super UHD an.

 

Ich kann auch niemanden einen 4K empfehlen, aber im Grossen und Ganzen bin ich schon zufrieden. Ich schaue eh fast nur noch BD oder Videospiele, und da ist das Bild extrem plastisch, detailliert und farblich hervorragend. Für TV-Freaks kann ich aber die 4K-Kisten wirklich nicht empfehlen. 


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#7 Wearl

Wearl

    Ellie

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Geschrieben 06 March 2016 - 19:00 Uhr

Super UHD gibt es schon? ^^


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#8 Playstation

Playstation

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Geschrieben 06 March 2016 - 20:10 Uhr

Super UHD gibt es schon? ^^

Jap, hat aber nichts mit der Auflösung tun.

 

LG und Samsung verwenden den Begriff Super UHD (Samsung: SUHD) für ihre Premium Modelle.

 

Super UHD oder SUHD = besseres Farbsepektrum, grösserer Kontrast (bald wohl auch HDR)

 

Meiner Meinung nach ist Super UHD ein doofer Begriff...irreführend


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#9 Martin1355

Martin1355

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Geschrieben 07 March 2016 - 07:00 Uhr

Derzeit alles voll unnötig für normale Menschen wie die meisten von uns  :) . Wenn man sehr viel Blu Ray's schaut oder den PC zum zocken anschließt ok, aber wenn man 90% damit Fern sieht wo ja e fast alles nur auf 720p teilweise auf 1080p läuft oder zb. Netflix nutzt bringt es e nichts. Natürlich ist der Reiz da einen 4K daheim stehen zu haben, aber so viel Geld für den derzeit niedrigen Nutzen auszugeben sehe ich nicht ein.  :P


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#10 Malik

Malik

    Priester

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Geschrieben 07 March 2016 - 08:00 Uhr

Derzeit alles voll unnötig für normale Menschen wie die meisten von uns  :) . Wenn man sehr viel Blu Ray's schaut oder den PC zum zocken anschließt ok, aber wenn man 90% damit Fern sieht wo ja e fast alles nur auf 720p teilweise auf 1080p läuft oder zb. Netflix nutzt bringt es e nichts. Natürlich ist der Reiz da einen 4K daheim stehen zu haben, aber so viel Geld für den derzeit niedrigen Nutzen auszugeben sehe ich nicht ein.  :P

 

So viel Geld ist es eben gar nicht mehr. Viele 4K-Modelle sind mit dem Preis schon auf FullHD-Preisklasse gefallen. Klar, es gibt keinen für 300-400.-, aber mit knapp 1000.- kriegst du bei uns schon welche. Und dann sind da ja noch die OLED...als normaler Kunde hat man da nicht mehr immer so den Überblick. FullHD, UHD, SUHD, OLED :rolleyes:


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#11 Guest_aragami2k_*

Guest_aragami2k_*
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Geschrieben 07 March 2016 - 11:12 Uhr

4K ist mittlerweile auch wieder son bisschen verschwunden oder?

 

Also ich krieg davon kaum mehr was mit, und die wenigstens Blu-rays bieten es an, selbst neue Hollywoodfilme kommen nicht mit 4k Version daher... scheint alles ein bissel ne Welle gewesen zu sein...



#12 Daryl

Daryl

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Geschrieben 07 March 2016 - 11:23 Uhr

Die ersten 4K-Filme werden Anfang April zu überteuerten Preisen erscheinen. Eventuell geht die Sache ja dann endlich ins Rollen.

Werde mir einen 4K-TV wenn überhaupt sowieso erst 2020 oder später kaufen.


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#13 Guest_TheRock1401_*

Guest_TheRock1401_*
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Geschrieben 07 March 2016 - 11:25 Uhr

4K wird sich die nächsten 5-6 Jahre nicht durchsetzen! Die meisten Haushalte haben noch nicht lange auf Full Hd umgerüstet und sind deshalb nicht gewillt jetzt erneut umzustellen! Desweiteren wird es kaum bis garnicht unterstützt!

#14 Guest_aragami2k_*

Guest_aragami2k_*
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Geschrieben 07 March 2016 - 13:48 Uhr

Liegt weniger an den Haushalten als an der Zielgruppe.

Die meisten würden gerne 4k schauen aber wie schon gesagt wurde, es gibt ja nix... das TV was immer noch von 90% der Deutschen aus mir völlig unverständlichen Gründen konsumiert wird stellt ja noch nichtmal echtes HD 1080p bereit!

 

Von daher wird das mit dem 4k ein teurer Spaß für Enthusiasten bleiben - zu denen ich mich aber auch - noch - nicht zähle. Ich sehe da nämlich keinen Unterschied.



#15 Martin1355

Martin1355

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Geschrieben 07 March 2016 - 19:02 Uhr

Liegt weniger an den Haushalten als an der Zielgruppe.
Die meisten würden gerne 4k schauen aber wie schon gesagt wurde, es gibt ja nix... das TV was immer noch von 90% der Deutschen aus mir völlig unverständlichen Gründen konsumiert wird stellt ja noch nichtmal echtes HD 1080p bereit!
 
Von daher wird das mit dem 4k ein teurer Spaß für Enthusiasten bleiben - zu denen ich mich aber auch - noch - nicht zähle. Ich sehe da nämlich keinen Unterschied.

Sehe ich genauso, wenn es genügend Gründe zum Umsteigen geben würde wäre ich sofort dabei. Aber zurzeit gibt es einfach fast keinen Grund dafür.
Vielleicht in 3-5 Jahren , aber wahrscheinlich steht dann e schon 8K in den Startlöchern :).
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#16 RetroRaven

RetroRaven

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Geschrieben 27 August 2016 - 11:28 Uhr

Ich habe mir mein neues Heimkinoset auch noch mit FullHD/3D angeschafft. TV schaue ich nicht und meine Konsolen (PS3/4) sowie der BluPlayer geben ja auch nur in HD Ready bzw FullHD aus. Aktuell ist mir nur Netflix mit Eigenproduktionen in 4K bekannt, als Content-Lieferant. Dafür investiere ich lieber in 3D auch wenn 3D angeblich tot sein soll. Sehe ich anders und will die 3D Filme ausm Kino nicht in 2D gucken zu Hause, wie ein Tier :strange:


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#17 eRacoon

eRacoon

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Geschrieben 22 August 2017 - 14:33 Uhr

Hehe gerade über den Thread gestolpert... im Jahre 2017 klingt das ein wenig wie...

 

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Aber der Typ hatte damals schon in etwa soviel Ahnung wie Pachter... 

 

Für den Heimbereich bedeutet das die doppelte Höhe für das Fernsehgerät, um den gleichen Bildabstand bei der Betrachtung zu wahren. Wer kann einen solchen großen Fernseher sich leisten und aufstellen. Aber bei größerem Abstand vom Fernseher wird die Auflösung nicht mehr wahrgenommen. Der durchschnittliche Sehabstand in Deutschland hingegen beträgt 2,7 Meter1. Damit sind die meisten Wohnzimmer nur 2K-fähig.

 

Ich soll also bei einem 55" TV der eine 70er Höhe hat nicht weiter als 1,4m entfernt davon sitzen?

Mal abgesehen dass mir dann die Augen wegbrennen würden und ich mir wie im Kino in der ersten Reihe vorkommen würde... erkenne ich bei meinen 55er Gerät sofort den Unterschied zwischen 1080p und 2160p und das noch bei über 2,5m Sitzabstand.

 

Damals gab es noch kein bzw. wenig 4K Material, deswegen hat sich das nicht wirklich gelohnt 2015, aber alles andere was er da labert ist kompletter Unsinn.  :rolleyes:

Und der Typ soll wirklich Professor sein?! Ich muss gerade einfach nur hart lachen über den Müll...  :lol:

Wie gerne würde ich mit dem mal auf der Couch sitzen und dem mal ein wenig 4K Material um die Rübe spielen...



#18 Noir64Bit

Noir64Bit

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Geschrieben 29 December 2017 - 10:00 Uhr

Ok, der Thread ist schon was älter aber dennoch diskussionswürdig!

Daher nehme ich mal den Eingangspost etwas auseinander! :D

Und Leider muss ich den Post aufteilen, da ich sonst zu viele Zitate habe (wieso ist das eigentlich limitiert?)

 

Das Marketing verspricht, eine neue Klientel für den Kauf von 4K-Displays zu animieren. Das Ansinnen ist technisch nicht zu erklären.
Doch das stört die Marketingleute nicht. Obwohl der Käufer von dieser Neuerung nichts hat, wird auf den wichtigen Veranstaltungen landauf und landab geworben, wie wichtig diese Entwicklung sei (BAFTA, Hands on HD).

 

n etwa den gleichen Schmu habe ich schon 1998 gelesen als die DVD ihren Siegeszug gegen VHS angetreten hatte. Damals hies es auch der Verbraucher würde von dem besseren Bild gegenüber der VHS Kassette nichts haben, den S-VHS hätte sich ja auch nicht durchgesetzt. :lol:

 

Im Fernsehen beträgt der Abstand bei 4K maximal die zweifache Höhe des Bildschirms.
Für den Heimbereich bedeutet das die doppelte Höhe für das Fernsehgerät, um den gleichen Bildabstand bei der Betrachtung zu wahren. Wer kann einen solchen großen Fernseher sich leisten und aufstellen.
Aber bei größerem Abstand vom Fernseher wird die Auflösung nicht mehr wahrgenommen. Der durchschnittliche Sehabstand in Deutschland hingegen beträgt 2,7 Meter. Damit sind die meisten Wohnzimmer nur 2K-fähig.

 

Also. Es ist nicht die Höhe, sondern die Diagnoale x2 für den optimalen Sitzabstand.

Das ist aber auch nur ein Empfohlener Richtwert, denn letztlich ist es jedem selbst überlassen wie er sich hinsetzt!

Ich habe auch einen 55" bei etwa 2,8m Abstand. Aber inzwischen habe ich mich so an die Größe gewöhnt, das ich beim nächsten TV auf wenigstens 65" gehen werde!

Denn der "Verdammt ist das riesig Effekt" der geht nach spätestens 1 Monat komplett verloren!

Und nein, die meisten Wohnzimmer sind nicht xK irgendwas fähig sondern im Durchschnitt einfach nur geschrumpft worden, weil viele Architekten der Meinung sind ein Wohnzimmer müsste nicht größer als 18qm sein.

Meines hat 25qm und somit die Perfekte größe! Einen Beamer würde ich mir allerdings nicht kaufen!

 

Weiterhin ist die 4K-Auflösung nur bei Standbildern sichtbar. Da stellt sich die Frage, ob das Fernsehen eine Dia-Show ist, wahrscheinlich nicht.
Die Folgerung daraus heißt also, auch bei einer 4K-Sendung sehen wir im Bewegtbild nur eine 2K-Auflösung, die Bewegungsunschärfe lässt keine höhere Auflösung zu.

 

Völliger Mumpitz! Bewegungsunschärfe entsteht nicht beim Material sondern beim Wiedergabe Gerät!

Wenn der Typ sich einen 4K Film auf einem Monitor ansieht, der nur für die Wiedergabe von entsprechenden Standbildern ausgelegt ist, dann hat er natürlich unschärfen in der Bewegung, denn diese Monitore reagieren zu langsam auf die Bewegung! Und das Problem haben leider auch 95% alle low Cost TV's und das nicht nur bei 4k sondern auch schon bei Full HD und ganz früher bei HD-Ready!

Leider heisst das auch, wer immer ein perfektes Bild haben will, der muss leider auch meistens tiefer in die Tasche greifen!

Röhren TV's hatten damit in der Theorie kein Problem. Aber mit der DVD zeigte sich auch bei der Technik das Bewegungsunschärfen ein Problem sind, denn nicht alle Röhren Fernseher (meistens die ohne 100Hz Technik) konnten besonders gut gemasterte DVD's ohne Unschärfen wiedergeben!

 

Bei möglichen 3D-Sendungen hat die 4K-Variante einen Vorteil. Das Stereobild kann dann in 2K betrachtet werden.
Heute ist Stereo nur in SD zu sehen. Da Stereo nicht zu häufigsten Sendearten gehört, zählt dieses Argument nicht.
Die BBC hat übrigens ihre Stereo-Übertragungen 2013 eingestellt.

 

Ok, ist nicht ganz falsch, allerdings lässt er hier völlig außer acht, das es unterschiedliche Techniken je nach Hersteller und sogar je nach TV Modell gegeben hat!

Einige haben das Stereo Bild in 720p, einige in 1080i wiedergegeben.

Der Vorteil von 1080i lag dabei eindeutig in der höheren Auflösung und das die Stereo Bilder, im Gegensatz zu 720p, gleichzeitig wieder gegeben werden konnten.

Bei 720p wurden die Bilder im Wechsel dargestellt und waren somit auch immer etwas am flimmern.

Bei 4k TV's wiederum war die Wahl dann, 1080i oder 1080p.

Übrigens, nach meiner Erfahrung lohnt sich eine 3D Übertragung im TV erst dann, wenn man nicht mehr auf eine 3D Brille zum schauen angewiesen ist!

Somit kann das ruhig noch dauern!

 

Bei den heutigen schlechten Aufnahmen in angeblichem HD (Schärfe, Farbdar­stellung, Kontrastumfang usw.) wird die 4K-Variante nicht realisiert.
Die Rundfunkanstalten geben für die Qualität kein Geld mehr aus. Die Produktionsrichtlinien lassen eine beliebige Auslegung der Qualität zu.
Die verschiedenen Coder für die Aufzeichnung tun ihr übriges, um die Aufnahmen zu verschlechtern. Die HD-Qualität wird (absichtlich) nicht erreicht.
Manche großen Sportveranstaltungen und Festspielübertragungen sind davon ausgenommen.

 

Also, klar hinkt die TV Landschaft in Deutschland mit den Entwicklungen immer Jahre hinterher. Bestes Beispiel ist die Terrestrische TV Übertragung per DVB-T2.

Als bei uns DVB-T eingeführt wurde war es bereits veraltet, weswegen in England auch gleich DVB-T2 eingeführt wurde!

Das war vor wie vielen Jahren? :wacko:

Das Problem ist also nicht die Technik, denn in anderen Ländern gibt es auch schon mehr 4k Sender als bei uns, sondern die Misswirtschaft bei den ÖR's und der nicht vorhandene Umstellungswillen!

Den sowohl die ÖR's als auch die Privaten Sender führen neue Techniken immer erst auf dem Sattelitten Pfad ein, weil das am einfachsten ist. Aber dafür müssen vom Sat Betreiber die Transponder immer wieder neu Gruppiert werden um mit den Bandbreiten Anforderungen die natürlich steigen, klar zu kommen!

Aber die Sender mögen es gar nicht die Verträge dafür zu ändern. Wobei die ÖRs dabei die größten blocker sind!

Die werfen Ihr Geld lieber völlig überbezahlten Nachrichten Sprechern in den Rachen und verschwenden Millionen pro Sendung an Internationale Stargäste und ziehen uns dafür das Geld mit der Zwangsgebühr aus der Tasche!

Aber so langsam findet ja auch bei denen ein Umdenken statt und erste Serien und Filme werden neuerdings in 4k produziert.

Und wer prescht aktuell bei der 4k Übertragung vor? Sky beim Sport, aber auch Entertain von der Telekom hat mit dem MR401 einen 4k tauglichen Receiver raus gebracht der (VDSL100 vorrausgesetzt (warum auch immer)) erste Sender in 4k Empfängt.

Eines ist aber klar, und das gilt übrigens auch für alle HD Sender, die Übertragungsbandbreite beträgt nur 50-60% im Vergleich zur Wiedergabe von einem festen Medium (also BlueRay oder UHD BlueRay).

Wenn er aus diesem Umstand die "schlechten Aufnahmen" interpretiert hat er echt keinen Plan!

 

Man ist gerade erst nach langen Versuchen, Testphasen und mehreren Anläufen auf HD umgestiegen oder steigt gerade um.
Die Innovationslust wird sich also in Grenzen halten. Nach den vielen Jahren des Übergangs muss erst richtig amortisiert werden.

 

Wie gesagt, Deutschland ist in diesen Dingen viel zu konservativ. Deswegen hat sich auch die Analoge Übertragung so ewig lange gehalten.

In anderen Ländern ging das wesentlich schneller!



#19 Noir64Bit

Noir64Bit

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Geschrieben 29 December 2017 - 10:00 Uhr

 

Die Industrie gaukelt uns Fernsehzuschauern einen Vorteil vor, den wir aber auch nicht nur ansatzweise wahrnehmen können.
Für den Zuschauer ist eine zeitliche Auflösung von 100 Bildern notwendiger, damit wäre allen geholfen.
Das Format 1080p100 sollte forciert werden und nicht die Erhöhung der Auflösung auf 4K und mehr.

 

Mann muss der Blind sein. Aber ich lese sowas immer wieder, das Leute sagen sie sehen keinen Unterschied zwischen HD und 4k.

Andererseits habe ich das auch schon gehört bei VHS vs. DVD und bei DVD vs. BlueRay.

Ich nenne das "blinde Ablehnung". Es passt nicht in meine Welt, also darf es nicht besser sein!

Was die Zeitliche Auflösung angeht, so war schon als der Artikel raus kam eine Bildwiederholfrequenz von 200Hz Standard. Bitte nicht verwechseln mit der Angabe 1080/24p auf den meisten TV Geräten!

Die 200Hz sorgen lediglich für möglichst wenig Bewegungsunschärfe! Mein 4k TV macht sogar bis zu 800Hz!

Und das Gerät ist von 2015!

Somit hat er das offensichtlich nicht verstanden! Denn kein Flatscreen hat je geflimmert und so das Bild negativ beeinflusst!

Übrigens, das Kanten Flimmern bei langen Schwenks ist ein typisches billig TV Problem. Die haben noch versucht nur mit der Regulären Bild Frequenz auszukommen. Lediglich teure TV's mit dem 1080p/24p Logo konnten das ohne. Bis dann allg. die Hz Zahlen stiegen!

 

 

Wer denkt eigentlich dabei an den Ton, der bei so geringem Abstand dann von unten oder oben oder weit draußen seitlich auf uns einwirkt?

 

Tja, das Tun zum Glück die Hersteller von AVR's die mittlerweile selbst bei den Einsteiger Modellen ein Messsystem mit Micro einbauen.

Allerdings hat das nichts mit dem 4k Thema zu tun!

Außer natürlich wenn man sich auf die neuen Ton Formate beziehen würde, aber das ist letztlich ein Thema das auch so alt ist wie die Fernseher selbst.

99% der in TV's verbauten Boxen sind billigster Müll! Selbst bei den Premium Modellen!

Mein TV gehört zu den 1% mit einem Bombastischen Klang und genug Bass. Der Virtual Surround Effekt ist Mega und dennoch nutze ich einen AVR, wenn ich mit einen Film ansehe der auf DVD, BlueRay oder UHD daher kommt! :D

 

 

Auf den Kongressen wird UHD gelobt: „nicht mehr Pixel, aber bessere Pixel“ (BAFTA 2013).
Das kann nur heißen keine 4K, aber eine Erhöhung der Auflösung von 8 auf 10/12 Bit und damit eine Verbesserung der Farbwiedergabe und des Kontrasts.

 

Das war dann wohl die Ankündigung von HDR. Ist aber auch nur bedingt ein 4k Thema, weil sich das im Grunde auch auf 2k anwenden ließe.

 

 

Bei anderen Anwendungen wie Spiele, Museen, radiologischen Auswertungen, Simulierungen und Grafik-Design ist 4K schon etabliert,
ist dort auch sinnvoll einsetzbar, beim Fernsehen on-air glaube ich nicht an eine Einführung.
Zuerst sollte man hier besseres HD produzieren und senden und nicht den Zuschauer mit hochkonvertierten SD-Inhalten hinters Licht führen.
4K-Bilder zu schauen, das muss man allerdings zugeben, sieht auch in der 2K-Projektion besser aus als HD, aber das weiß man ja schon aus der SD-Zeit.

 

Ok, was die TV Sender angeht ist das zu pauschal. Denn erstens lassen sich HD Inhalte nicht herbeizaubern. Schon gar nicht da wir die Zeit als ein TV Program um 6 Uhr startete und um Mitternacht zu ende war, schon lange hinter uns haben!

Es wurde also niemand hinters Licht geführt, sondern die Inhalte waren einfach noch nicht da!

Und klar, es sieht immer besser aus wenn ein Bild herunter skaliert wird, als eines mit niedrigerer Auflösung hoch zu skalieren!

 

Übrigens wer sich schon mal gefragt hat, wieso ein alter Schinken aus den 60er oder 50er Jahren in HD plötzlich wie geleckt und perfekt aussieht, das man sich am Bild gar nicht satt sehen kann.

Der muss wissen das die Chemischen Filmrollen, gerade die Cinemascope Formate, eine deutlich höhere Auflösung hatten als eben das gute alte TV. Daher sehen Digitale Abtastungen, je besser die Rollen erhalten sind, auch so bombastisch gut aus!

 

 

Der Sendestandard muss geändert werden, damit ein vergrößerter Farbraum kenntlich gemacht und eine höhere Dynamik übertragen werden kann.
Die progressive Abtastung hat sich ja bei vernünftigen Sendeanstalten durchgesetzt.
Damit kann auch eine höhere Bilddatenrate ausgestrahlt werden, die dann allen zugute kommt.

 

Noch mal, die Bilddatenrate hat mit der Qualität nur Marginal zu tun.

Bei uns sind immer noch 50Hz Standard und in den USA 60Hz. Mittlerweile macht das aber keinen Unterschied mehr, da Digitale Produktionen darauf nicht mehr angewiesen sind.

Es ist aber noch Standard, da das Bild deswegen nicht schlecht aussieht. Denn es können schon jetzt 50 Vollbilder pro Sekunde übertragen werden!

Im Röhren Zeitalter oder im Analog TV waren es 25 Vollbilder aus denen im TV 50 Halbbilder zur Zeilenweisen Darstellung gemacht wurden! Und das sah auf jedem Flatscreen TV einfach scheisse verwaschen aus!

Und selbst wenn die Bildrate erhöht würde, sagen wir auf 100Vollbilder/s wäre das für alle Billig TV Besitzer alles andere als gut. Denn die bekämen wieder massive Unschärfe Probleme, und im schlimmsten Fall wieder verpixelte Bilder. Weil die billig Decoder in den Geräten zu lahm dafür wären!

 

Ok, das Paradoxe an dem ganzen Thema ist natürlich wenn man sich Spiele ansieht.

Thema FPS Schooter. Mit der Entsprechenden Grafikpower sind 100 bis 120Bilder die Sekunde in 4k möglich. Warum lassen sich die dann auf einem TV oder Monitor ohne Probleme darstellen? :blink:

Ganz einfach, das eine benötigt einen Decoder, das andere nicht!

Der Flaschenhals sind hier in der Tat die Decoder für die Signale der TV Sender!

 

Ich für meinen Teil bin froh über den Wechsel zu 4k.

Und so lange wie ich ein TV immer behalte, wird der nächste nicht nur 65" haben sondern vermutlich dann auch gleich ein 8k Gerät werden.

Meinen habe ich nun knapp 3 Jahre, also in so ca. 3-4 Jahren. ^_^

Sonst rechnen sich die Ausgaben für mich nicht.


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#20 eRacoon

eRacoon

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Geschrieben 29 December 2017 - 14:33 Uhr

Und wer sich Ende 2017 noch beschwert dass es ja eh kein 4K Material gibt der soll sich ein Netflix und/oder Amazon Prime Abo holen.

Gerade Netflix haut all ihre Eigenproduktionen in einem gnadenlos gestochen scharfen 4K raus, da möchte ich mein 4K Panel echt nicht mehr missen.  :)


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