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Gewalt in Videospielen

gewalt videospiele meinung realismus

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173 Antworten in diesem Thema

#1 Gwynn

Gwynn

    Balfolkie

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Geschrieben 06 September 2014 - 16:48 Uhr

( Vorab: Hab grade mal ein bisschen rumgesucht, aber noch kein vergleichbares Thema gefunden.  )

 

Grade mit der neuen Konsolengeneration werden Videospiele ja immer realistischer. Wärend sich die Monster früher noch einfach in Luft aufgelöst haben oder Gegner einfach in einer roten Pixelwolke (Blut) verschwanden, nimmt das Ganze ja heute mit unser jetzigen Grafik ganz andere Dimensionen an. Bei einigen Spielen ist der Realismus ja mittlerweile sehr hoch und somit werden auch Gewaltszenen immer realistischer dargestellt. Für mich bleibt das Ganze zwar ein Videospiel, was Spaß machen sollte, aber viele sehen dahinter nicht mehr so ganz den Spaßfaktor. Auf Amokläufer möchte ich hier eigentlich eher weniger eingehen, da zumindest für mich feststeht, dass Videospiele hier kein Hauptauslöser sind (höchstens eine schon vorhandene Psychose verstärken können). Mir geht es hier eher darum wie ihr im Allgemeinen zu Gewalt in Videospielen steht, grade vor dem Hintergrund der immer besser werdenden Grafik. Natürlich gibt es FSK Einschränkungen, aber auch die kann man recht leicht umgehen. Früher vielleicht noch nicht allzu schlimm, da das meiste nur verpixelt dargestellt war, ist es heute doch schon viel extremer. Nicht das Kinder jetzt Nachahmungstaten begehen könnten, ich sehe das Prolem eher darin, dass gewisse Sachen einfach nicht für sie bestimmt sind und z.B. schlimme Albträume und Paranoia auslösen könnten. Eure Meinung dazu würd mich wirklich mal interessieren, grade da hier ja hauptsächlich männliche User anwesend sind. Aus weiblicher Sicht weiß ich, dass die meisten dass eher sehr kritisch sehen und den Spaßfaktor überhaupt nicht nachvollziehen können, natürlich weiß ich das es auch hier Ausnahmen gibt.

Dabei sollte man aber meiner Meinung nach auch Filme nicht ganz außer Acht lassen. Zur Hauptsendezeit kommen ja doch teilweise recht brutale Filme, die keine Alterseinstufung haben.

Bin gespannt auf eure Meinung :)


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#2 Cantwait

Cantwait

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Geschrieben 06 September 2014 - 16:54 Uhr

Die Gewaltdarstellung wird immer entsprechend direkt mit dem passenden USK-Siegel eingestuft. Kommen die Kinder anderweitig darüber dran, ohne das die Eltern es wissen ist es einfach die Schuld der Eltern. Meine Eltern haben mir auch immer 18er Titel gekauft, allerdings wussten sie auch was ich da in etwa spielen. Fiktion und mehr nicht. Eltern müssen selber wissen was sie ihren Kindern zu trauen und inwiefern sich es negativ auf diese auswirken kann.

 

Die Splatter-Effekte machen halt auch manche Spiele aus. Man stelle sich ein God of War ohne Blut vor, oder ein Killzone oder anderer X-beliebiger Shooter ohne Blut. Mit dem heutigen Grafikstand ist das einfach nicht mehr möglich. Die Konsumenten fordern eine detailtreue Darstellung und wenn etwas geschnitten wird, fühlt man sich als Käufer direkt bevormundet, obwohl man z.B. schon das 18. Lebensjahr erreicht hat.


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#3 GrinKo

GrinKo

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Geschrieben 06 September 2014 - 17:08 Uhr

Naja ganz einfach: Altersfreigabe (18) draufpacken, fertig. Leute, die jünger sind, werden es teilweise trotzdem spielen, das lässt sich nicht verhindern und gehört ein Stück weit auch zur Pubertät. Bei brutalen Filmen ist dies aber nicht anders. Videospiele stellen ein ganz normales Medium dar, welches mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft ankommt und wenn ein Spiel brutal ist, dann soll es eben erst für Erwachsene freigegeben werden.

 

Ob man die teilweise übertriebene Gewalt braucht, ist dann wieder eine ganz andere Sache. Ich brauche sie nicht unbedingt, aber das ist dann auch vom Spiel abhängig (wie Cantwait sagte, God of War ohne Splatter?!). Bei Destiny jetzt z.B. reicht mir die vorhandene Gewalt vollkommen aus, Mortal Kombat hingegen kann fast gar nicht brutal genug sein.



#4 Cantwait

Cantwait

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Geschrieben 06 September 2014 - 17:11 Uhr

Mortal Kombat ist da ein Paradebeispiel. Gliedmaßen werfen etc. ist jetzt nicht unbedingt "normal", aber wir reden hier von Videospielen. Aber genau deswegen werden Videospiele auch immer als "Killerspiele" abgestempelt. Dabei zockt doch heutzutage fast jeder. Selbst Erwachsene, aber anscheinend sind die Politiker die einzigen die es nicht raffen.


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#5 GrinKo

GrinKo

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Geschrieben 06 September 2014 - 17:22 Uhr

Also ich finde die Debatte über Videospiele ist heute schon viel gelassener, als noch vor ein paar Jahren. Jedes "neue" Medium wird erstmal als Teufelswerk abgestempelt. Das war beim Fernseher und Internet nicht anders, heute nutzen es Politiker für ihre Propaganda.

 

Ich will auch nicht wissen, wie viele eben keine Gewalttat begehen, weil sie sich virtuell austoben können. Das sind dann eben die unbekannten Zahlen über die keiner spricht. Und naja wenn dann mal was schlimmes passiert, wie ein Amoklauf, wird ja meist eh nur nach nem Sündenbock gesucht und weniger nach reellen Gründen. Das jemand, der sozial isoliert ist, Videospiele spielt, ist fast natürlich, schließlich ist das eine Möglichkeit in eine andere Welt einzutauchen, in der die soziale Isolation irrelevant ist. Ob man rein durch diese Tatsache dann zum Gewaltverbrecher wird, ist ne ganz andere Geschichte. Auslöser ja, Ursache nein.

Zumal neue Studien besagen, dass Ottonormalverbraucher sich im echten Leben eher noch mehr von Gewalt distanziert, wenn er diese in Videospielen/Filmen erlebt hat.



#6 MeKKa_9

MeKKa_9

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:00 Uhr

Ich kann GrinKo mit seiner Aussage nur rechtgeben ... 

Desweiteren gibt es Gewalt schon im ganz normalen Fernsehprogramm und Kinofilmen usw. 

Wenn man das alles verbieten wollte, müsste man die demokratische Grundordnung abschaffen !

(Mal davon abgesehen, was man damit auch noch an Umsätzen erzielen kann bzw. durch ein Verbot verlieren würde)

Bevor es Videospiele gab, gab es viel mehr gewalt und in Ländern, wo man üblicherweise keine PC oder

Konsolen Spiele spielt, gibt es ebenfalls Gewalt ... 

Jedes Kleinkind hat früher schon mal Cowboy und Indianer gespielt, wo er mit Stöcken oder Pistolen auf 

unsichtbare "Gegner" geschoßen hat ... ich denke das ist  ein Urinstinkt, den jeder in sich trägt ! 

Durch die Konsolen & PC Spiele wurde das nur in eine neue Form des spielens gebracht. 

Es gibt klare Altersbeschränkungen und Eltern sollten auch dafür verantwortlich sein, was und wie oft Ihre Kids spielen.



#7 Cantwait

Cantwait

    DARK SOULS

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:00 Uhr

Deswegen finde ich es auch immer wieder bekloppt wenn die Politik sich über die "Killerspiele" beschwert. Die Gamingindustrie ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Die Produktion ist so aufwendig, dass sie so viele Arbeitsplätze schafft und dazu sind diese auch nicht grade schlecht bezahlt. Schauspieler, Programmierer, Designer etc., all diese Leute können in der Gamingsparte ihren Job finden.


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#8 Gwynn

Gwynn

    Balfolkie

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:06 Uhr

Echt interessant, wie unterschiedlich man das angehen kann. Bin auch voll und ganz für Uncut Versionen, sonst hätte man das Spiel gleich anders angehen müssen. Ab einem gewissen Alter sollte man natürlich auch wissen, was man sich zutraut. Dennoch finde ich die gängige USK Einstufung verbesserungswürdig. Jeder Mensch ist halt auch anders und reagiert auch anders drauf. Deshalb finde ich es schon schwer zu sagen, dass man ein Spiel ab einem gewissen Alter spielen darf. Grade die Unterteilung in 12/16 finde ich sollte um USK14 erweitert werden. Gibt so viele Fälle, bei denen ich die Einstufung ab 16 zu extremst fand, die Alternative (USK12) aber wieder zu niedrig war.

Bei Studien, die sich mit Auswirkungen von Videospielen beschäftigen bin ich immer recht kritisch eingestellt. Vor kurzem hiess es noch, das Videospiele bei >1Std/ Tag als Entspannung sehr förderlich sein können, aber bei mehr Spielzeit wohl keine wirkliche Auswirkung haben. Andere Studien wollen wieder ganz gegensätzliches bewiesen haben....
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#9 MeKKa_9

MeKKa_9

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:14 Uhr

Die Politiker die sich diesbezüglich so in den Vordergrund schieben, wollen nur bei etwas "konservativen" Wählern mit Ihrem bla bla bla punkten ! Ist ja irgendwie wiedersprüchlich wenn du aus Angst vor Gewaltverbrechen, Videogames verbieten möchtest, aber echte Waffen für viel Geld in Länder wo Krieg herrscht verkaufst ... und jeder der Mitglied in einem Schützenverein ist, bekommt auch irgendwann mal an einen Waffenschein ran, mit dem er dann echte scharfe Waffen erwerben könnte ...  irgendwie wiedersprüchlich, oder ?  :ph34r:


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#10 Gwynn

Gwynn

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:30 Uhr

Politiker sind halt in der Regel schon ein paar Jährchen älter und haben als Kind eventuell nie Kontakt zu Videospielen gehabt. Oder sie wollen nicht großartig auffallen, indem Sie eine eigene Unabhängige Meinung zu einem Thema äußern, dass nichts mit der Parteipolitik zu tun hat.
Meine Eltern sind auch nicht unbedingt dafür, was ich alles Spiele.
Interessant find ich ja die Ansicht, das die reale Gewalt, die die Menschen früher erlebt haben bzw in vielen Teilen der Welt leider immer noch erleben heute in Videospielen verpackt wird. Von meinen Eltern hab ich schonmal zu hören gekriegt ( nachdem ich bei Watch Dogs erschossen wurde), dass das kein Spiel sei, sondern immer noch bittere Realität für viele Menschen. In beiden Positionen steckt für mich was wahres, man muss halt an beides ab und zu finde ich erinnert werden: Es handelt sich zwar um ein Spiel, ist aber dennoch im RL kein Spass sondern Ernst.

Edit: Klar kommt man auch in Deutschland (oder wo immer ihr lebt) an Waffen ran. Dennoch ist da für mich eine Barriere. Nur weil ich in einem Spiel jmd erschiesse oder auf jmd einsteche, hätte ich da im RL doch eine Hemmschwelle. An einen Bogen kommt man auch ohne Waffenschein, da dieser nicht unter as Waffenschutzgesetz fällt. Und glaubt mir auch hiermit kann man jmd ernsthaft wenn nicht tödlich verletzen. An Messer kommt man ja eh dran.
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#11 GrinKo

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:46 Uhr

Politiker sind halt in der Regel schon ein paar Jährchen älter und haben als Kind eventuell nie Kontakt zu Videospielen gehabt. Oder sie wollen nicht großartig auffallen, indem Sie eine eigene Unabhängige Meinung zu einem Thema äußern, dass nichts mit der Parteipolitik zu tun hat.
Meine Eltern sind auch nicht unbedingt dafür, was ich alles Spiele.
Interessant find ich ja die Ansicht, das die reale Gewalt, die die Menschen früher erlebt haben bzw in vielen Teilen der Welt leider immer noch erleben heute in Videospielen verpackt wird. Von meinen Eltern hab ich schonmal zu hören gekriegt ( nachdem ich bei Watch Dogs erschossen wurde), dass das kein Spiel sei, sondern immer noch bittere Realität für viele Menschen. In beiden Positionen steckt für mich was wahres, man muss halt an beides ab und zu finde ich erinnert werden: Es handelt sich zwar um ein Spiel, ist aber dennoch im RL kein Spass sondern Ernst.

Das ist korrekt, aber man setzt sich ja ein Stück weit auch mit diesen Themen auseinander. Watch_Dogs ist zwar brutal und es wird viel getötet, was leider so eine Videospielkrankheit ist (Entwickler wissen nicht, was man die ganze Zeit machen soll, außer ballern); auf der anderen Seite bekommt man eine düstere Zukunftsdystopie aufgezeigt, wie sie auch bereits schon ein Orwell etc. beschrieben hat.

Und wenn ich ins Kino geh um mir den neuesten Rachethriller anzugucken, werd ich danach ja auch nicht angesprochen, ob ich denn auch in Echt Mordfantasien habe und Gewalt total lustig finde. Dafür sind eben einfach die Altersfreigaben da - sie klären ungefähr, ob derjenige die Themen/Gewalt verarbeiten kann und klar kann das nicht auf jeden zutreffen - das ist aber nicht zu ändern.



#12 Wearl

Wearl

    Ellie

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:53 Uhr

Die ganzen Leute sollen endlich die Klappe halten und die Realität anerkennen, Spiele machen aus keinem ein Monster, wenn man besessen oder verzweifelt oder neugierig oder sonst was ist, sucht man sich jene Medien aus, die mein Verlangen stillen. Ich liebe God of War, besitze ich jetzt zwei Chaosklingen und schnitzle wild durch die Gegend? Nein, sie sollen alle die verdammte Klappe halten, ich kann das nicht mehr hören "Videospiele zerstören unsere Jugend", "Call of Duty zeugt Amokläufer", SO EINE SCHEISSE, anstatt sich selbst zu hinterfragen schieben Eltern das mal den Videospielen in die Schuhe. Filme? Ach, die sind doch sooooooooooooooooooo harmlos dagegen, das sind zwar richtige Realaufnahmen und alles wird detailreich gezeigt, aber da kann nix sein. Nicht mein Sohn, nein Videospiele sind die Bösen, nicht meine Unfähigkeit auf mein Kind aufzupassen, das muss die Politik für mich übernehmen, und die Kindergartentante und die Lehrerin und...... .

 

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                                    Ellie - The Way She Is

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#13 GrinKo

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Geschrieben 06 September 2014 - 18:57 Uhr

Ach ja und was ich nochmal dazu sagen will, ist: Schaut doch mal wie intensiv und aufgeklärt wir (die Gamer) uns mit diesem Thema Gewalt auseinandersetzen. Das zeigt doch schon, dass wir nicht hirnlose Gewaltverbrecher sind, weil wir ab und zu mal gerne virtuell ballern/schnetzeln :)



#14 Gwynn

Gwynn

    Balfolkie

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Geschrieben 06 September 2014 - 19:01 Uhr

Kann ich dir nur zustimmen Grinko! Ich persönlich setze mich immer viel mit Spielen und deren Geschichten auseinander, besonders wenn diese noch Fragen offen lassen oder eine Moral vermitteln wollen.
In Bezug auf Filme oder andere Medien finde ich auch, das Videospiele zur Zeit noch eine gesonderte Rolle innehaben, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Klar besteht ein Unterschied ob ich etwas nur lese und mir die Szenen dazu vorstelle, oder ob ich es auch sehe. Dennoch wird mir im Endeffekt in beiden Fällen quasi das gleiche vermittelt. Es gibt sogar Bücher, die ich zu Brutal finde (stehen natürlich in der Jugendabteilung...). Während bei Spielen zwar zurecht an der schwierigkeit der Einhaltung der Alterseinstufung rumgejammert wird, fehlt diese bei Büchern und teils bei Filmen im Fernsehen komplett. Ich hoffe ja das Videospiele weiterhin mehr Aktzeptanz als Medium der Kritik finden werden, ohne immer einen riesen Medienhype auszulösen.
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#15 MeKKa_9

MeKKa_9

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Geschrieben 06 September 2014 - 19:06 Uhr

Politiker sind halt in der Regel schon ein paar Jährchen älter und haben als Kind eventuell nie Kontakt zu Videospielen gehabt. Oder sie wollen nicht großartig auffallen, indem Sie eine eigene Unabhängige Meinung zu einem Thema äußern, dass nichts mit der Parteipolitik zu tun hat.
Meine Eltern sind auch nicht unbedingt dafür, was ich alles Spiele.
Interessant find ich ja die Ansicht, das die reale Gewalt, die die Menschen früher erlebt haben bzw in vielen Teilen der Welt leider immer noch erleben heute in Videospielen verpackt wird. Von meinen Eltern hab ich schonmal zu hören gekriegt ( nachdem ich bei Watch Dogs erschossen wurde), dass das kein Spiel sei, sondern immer noch bittere Realität für viele Menschen. In beiden Positionen steckt für mich was wahres, man muss halt an beides ab und zu finde ich erinnert werden: Es handelt sich zwar um ein Spiel, ist aber dennoch im RL kein Spass sondern Ernst.

Edit: Klar kommt man auch in Deutschland (oder wo immer ihr lebt) an Waffen ran. Dennoch ist da für mich eine Barriere. Nur weil ich in einem Spiel jmd erschiesse oder auf jmd einsteche, hätte ich da im RL doch eine Hemmschwelle. An einen Bogen kommt man auch ohne Waffenschein, da dieser nicht unter as Waffenschutzgesetz fällt. Und glaubt mir auch hiermit kann man jmd ernsthaft wenn nicht tödlich verletzen. An Messer kommt man ja eh dran.

Hast du schön formuliert und ist auch ein parade Beispiel dafür, dass du das sehr gut einschätzen kannst bzw. damit umgehen kannst.

Es gibt auch Gemälde in Kunstgallerien, auf denen Krieg oder Gewalt dargestellt werden, da redet auch niemand von "gewaltverherrlichung". 

Wenn jemand zu Gewalt neigt, oder Kinder die stark vernachlässigt werden und dadurch dann zu Gewalt neigen, hat das nichts mit Konsolen Spielen zu tun sondern mit der gesamt Situation in der ER/ SIE sich befindet und aufwächst.

Das war schon seit anbeginn der Menschheit leider so .... 



#16 theHitman34

theHitman34

    ✞THE NEGATIVE ONE✞

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Geschrieben 06 September 2014 - 20:26 Uhr

Das Medium Videospiele wurde in den letzten Jahren wie ich finde richtig "erwachsen" weil durch die bessere Grafik zum einen natürlich die Darstellung realistischer und auch drastischer ist wobei auch da noch meist viel Luft nach oben ist und die Themen, Story, Charaktere hat sich auch alles extrem weiterentwickelt.

Ich bin nicht wirklich scharf auf eine große Inszenierung der Gewalt in Form von Blut oder Körperteilen die rumfliegen jedoch möchte ich dies bei einigen Spielen auch nicht mehr missen müssen da es mir ein realistisches Spielgefühl gibt und ich mich somit besser in die Welt, Atmosphäre eines Spiels reinsteigern kann, dies funktioniert eben schlecht wenn der Gegner einfach so in einer Wolke verschwindet oder durch eine Verletzung kein Blut zu sehen ist. Bin ich jetzt scharf auf Gewalt weil ich die USK umgehe und ein Spiel zu 100% uncut haben möchte? Ich denke nicht da ich ein Spiel so genießen möchte, wie es der Entwickler vorgesehen hat und wenn dazu eben viel Gewalt gehört dann ist es eben so.

 

Generell habe ich damit erstmal für mich persönlich kein Problem, ein Dead Island spiele ich z.B. gerne und dort gehört die Gewalt für mich dazu, es ist sozusagen eine Belohnung wenn ich einem Zombie den Arm abschneide oder ihm den Kopf einschlage, dass hört sich für Leute die damit wenig am Hut haben erstmal makaber an aber ich denke jeder der Videospiele zockt kann dies nachvollziehen und auch zwischen Spiel und Realität unterscheiden. Mir würde sich real der Magen umdrehen wenn ich diese Gewalt an einen echten Menschen ausüben müsste aber in einem Spiel sehe ich hier für mich kein Problem. Man sollte aber für diese Darstellung ein gewisses Alter und auch eine Reife besitzen um darüber eine lockere Haltung zu haben und dies nicht als Kaufgrund einer Serie zu sehen weil sie nur brutale Gewalt bietet und mir sonst nichts anderes. Problem aber das die Videospielbranche in den letzten Jahren sehr viel Wert auf diese Gewalt legt und somit viele Spiele mit einem USK (PEGI) Logo 16, 18 auf den Markt kommen und somit zum Großteil Erwachsene Spieler ansprechen. Versetze ich mich jetzt in die Lage eines 14 Jährigen der eine PS3 besitzt dann komme ich um diese Titel nicht vorbei die normal nicht für mein Alter geeignet sind aber die Branche bietet eben nur wenig für das entsprechende Alter und die großen Titel sind dann meistens von der Gewalt und der Thematik her auch nicht für das jüngere Publikum geeignet. Was passiert also häufig? Klar, wir sehen Kinder die sich Spiele ab 18 kaufen und die im MP vom Aktuellsten Shooter unterwegs sind. Sind diese Kinder jetzt geil auf Gewalt oder bietet man ihnen nicht genug Alternativen oder ist es einfach nur der Reiz am Verbotenem? Ich denke alles trifft zu aber man setzt diese dann auch der Gewalt aus. 

Ich bin dafür das sich die Eltern mehr mit den Kindern hinsetzen mit ihnen zocken und vielleicht darüber auch sprechen oder ihnen etwas erklären, ich sehe kein Problem wenn sich der Vater mit seinem 16 jährigen Sohn hinsetzt und mit ihm Dead Island spielt, somit hat man die Aufsicht und ein Auge darauf und kann gegebenenfalls ihm es erklären und der Reiz des verbotenem wird genommen und man entwickelt hier mehr den Spaß am Spiel als nur auf die Gewalt zu achten.

 

Persönlich würde ich mich freuen wenn mehr so Spiele wie Little Big Planet auf den Markt kommen, einfach mal etwas ohne große Gewalt und das auch für jung und alt geeignet ist. Ich fühle mich etwas von der ständigen Gewalt in Spielen gesättigt und bin sowieso mehr der Fan von Story ohne stumpfes hau drauf. 

 

Videospiele sind erwachsen geworden oder sind gerade noch dabei es zu werden ABER die Spieler sind nicht erwachsen denn nach uns kommen immer noch welche nach und diese haben eine geringere Auswahl und wachsen somit ebenfalls schon mit der Gewalt in Spielen auf, hier ist Aufklärung wichtig denn ein Verbot macht es nur interessant. Hier sehe ich die Aufgabe vorallem bei den Eltern aber auch bei den Medien, Lehrern und Politikern die es nicht als Teufelszeug abschreiben sondern offen damit umgehen, dies hatten wir in der Vergangenheit schon mit Büchern und Filmen und jetzt sind es Videospiele aber man muss sich damit abfinden und es als ein Medium unserer Zeit ansehen das dazugehört. Gehört dazu auch Gewalt? Ja, denn wir wollen die Spiele so haben aber es soll trotzdem noch genug Alternative da sein und daran mangelt es derzeitig ganz stark meiner Meinung nach, nicht jeder muss deshalb gleich auf eine Wii ausweichen wenn man es auch anders anbieten könnte.


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#17 Cantwait

Cantwait

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Geschrieben 07 September 2014 - 11:24 Uhr

Top beitrag hitman :ok:

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#18 The-Last-Of-Me-X

The-Last-Of-Me-X

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Geschrieben 07 September 2014 - 12:27 Uhr

Hallo zusammen!

 

Ein altes Thema, welches immer wieder aufkommt und für Diskussionen sorgt...

 

Meine Videospielkarriere begann vor gut 30 Jahren und wie hier schon erwähnt wurde, waren die Spiele damals eher "lächerlich" von der grafischen Darstellung her. Vieles wurde anhand von Pixeln angedeutet und der Kopf des Spielers hat sich die Dinge vorgestellt, wie sie aussehen könnten. Mittlerweile, ich persönlich würde behaupten seit der Xbox 360 und PS3, ist eine Grafikqualität enstanden, die es schafft, sämtliche Dinge komplett darzustellen. Der Kopf des Spielers hat dabei nicht mehr so viel zu tun und man kann sich den Geschehnissen auf dem Bildschirm voll ergeben. Hier entsteht für mich ein gewisses Gefahrenpotential, welches man jedoch nicht pauschalisieren kann.

 

Es gibt Menschen die sind 18 Jahre alt und denen würde ich noch nicht einmal eine Gabel in die Hand geben, so falsch und unreif ist deren Entwicklung. Auf der anderen Seite gibt es jüngere Menschen die unterhalb der 18 Jahre sind, die deutlich gefestigter in ihrem Handeln und Denken sind. Hier liegt ein Problem vor, welches man mit einer allgemeinen Alterseinstufung nicht lösen kann. Wenn ich verantwortlich wäre, würde ich zumindest die Jahrgänge/ die Altersstufen stärker differenzieren.

 

Ein "ab 21" und eine Einstufung "ab 14" sind sinnvoll. Mit 21 Jahren besteht die Chance, noch etwas an Reife gewonnen zu haben. Ich möchte hier vorallem nicht den Jüngeren auf die Füße treten und ebenfalls auch nicht pauschalisieren. Aber ein jeder von euch zwischen 14 und 18 Jahren kennt bestimmt Leute, die eben nicht "reif" genug sind, um bestimmte Spiele zu konsumieren.

 

Wie schon erwähnt, reicht eine Alterseinstufung schlichtweg nicht aus. Eltern und vielleicht die Schulen, sollten unbedingt mit auf die Entwicklung der Kinder achten, hinsichtlich der Videospiele, die sie erleben. Ich persönlich spiele schon lange mit dem Gedanken, Schulen zu besuchen und vorallem den Eltern aber auch den Kindern zu erklären und zu zeigen, was Videospiele sind und welche "Gefahren" sie mitbringen können aber auch darauf hinweisen, dass es sehr viele und gute Spiele gibt, die für ein gewisses Alter geeignet sind. Mal schauen, ob ich das irgendwann in die Realität umsetze...

 

Ich persönlich sehe die Entwicklung mit zwei verschiedenen Augen. Auf der einen Seite bin ich froh, dass das Medium Videospiele immer erwachsener wird, auf der anderen Seite sehe ich jedoch auch die steigende Gefahr für vorallem Kinder und Jugendliche, die ohnehin schon evtl. Schwierigkeiten in ihrer Entwicklung haben oder prädestiniert sind für psychische Erkrankungen...

 

Es bleibt ein schwieriges Thema....


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#19 Gwynn

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Geschrieben 07 September 2014 - 13:17 Uhr

Vorab: Wirklich klasse Beiträge von euch!

 

 

 

Interessante Idee, die "21" als Alterseinstufung einzuführen. Würde denke ich nur rechtlich gesehen schwierig sein, weil man ja ab 18Volljährig ist und theoretisch "alles" darf. Eigentlich sollte ja auch jedem der ein Spiel ab 18 kauft klar sein, dass dieses mehr Gewalt enthält, da denken aber wahrscheinlich viele nicht drüber nach. Der Verpackung ist sowas ja ansonsten auch nicht wirklich zu entnehmen.  Die "14" hingegen fänd ich definitiv sehr sinnvoll, da der Unterschied zwischen 12 und 16 ja doch recht groß ist und eine ganze Entwicklung in dieser Zeit stattfindet. Da könnte wirklich nachgebessert werden.

Ein "ab 21" und eine Einstufung "ab 14" sind sinnvoll. Mit 21 Jahren besteht die Chance, noch etwas an Reife gewonnen zu haben.

 

 

Eltern und vielleicht die Schulen, sollten unbedingt mit auf die Entwicklung der Kinder achten, hinsichtlich der Videospiele, die sie erleben. Ich persönlich spiele schon lange mit dem Gedanken, Schulen zu besuchen und vorallem den Eltern aber auch den Kindern zu erklären und zu zeigen, was Videospiele sind und welche "Gefahren" sie mitbringen können aber auch darauf hinweisen, dass es sehr viele und gute Spiele gibt, die für ein gewisses Alter geeignet sind. Mal schauen, ob ich das irgendwann in die Realität umsetze...

 

 

Ich hatte tatsächlich eine Lehrerin in der 7./8. die da schon recht, sagen wir mal "sensibel" reagiert hat in Bezug auf alles was irgendwie Brutalität enthält. Sei's nun unsere vor schwarzem Humor triefenden selbstgeschriebenen Geschichten in Englisch oder teils halt eben auch Videospiele. Einer hat recht oft laut kundgetan, dass er ja schon Spiele ab 18 spielt. Da hat besagte Lehrerin wirklich mit gedroht, die Eltern über das Verhalten ihres Sohnes zu benachrichtigen (er war halt auch immer recht müde, aufgrund durchgezockter Nächte).

Die wussten aber davon und haben sich anscheinend recht wenig drüm gekümmert, dass die Spiele erst ab 18 sind.

Ich denke auch mal das die "Eltern der Zukunft" da schon automatisch mehr Interesse zeigen werden. Meine Eltern sind totale Technikmuffel und haben mit Videospielen rein gar nichts am Hut. Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass heutzutage doch fast jeder irgendeine Art von Videospiel spielt. Bei Jungs wahrscheinlich zurzeit noch ausgeprägter. Wer selbst viel spielt, wird vielleicht auch bei seinen Kindern mehr drauf achten, wie die mit sowas umgehen, natürlich immer ein gewisses Verantwortungsgefühl vorausgesetzt.

Vorträge in Schulen sind definitiv mal eine coole Idee! Ob das im Endeffekt bei den "richtigen" Leuten was bewirkt ist natürlich so die Frage. Alkohol, Drogen, Straftaten allgemein, Datenangabe im Internet und Unfallursachen im Straßenverkehr werden heutzutage ja fast jeder Klasse in Vorträgen näher gebracht. Warum also nicht auch Videospiele? Auch bei Elternabenden könnte sowas doch definitiv mal angesprochen werden. Einige Eltern interessiert es vielleicht nicht, andere hingegen wissen vielleicht wirklich einfach nichts über das Verhalten ihres Kindes gegenüber Videospielen.


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#20 MeKKa_9

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Geschrieben 07 September 2014 - 14:40 Uhr

Ich halte die Idee, mit der Freigabe ab 21 für bestimmt Spiele gesetzlich auch nicht für umsetzbar ! Könnte mir auch nicht vorstellen, dass dadurch eine Verbesserung eintritt (?!) Wer zb. bei Spielen wie CoD online mitspielt, wird schnell bemerken, dass der Großteil der Spieler keine 18 Jahre alt ist obwohl die Freigabe klar und deutlich gekennzeichnet ist. 

Letztendlich ist CoD zwar ein Ego-Shooter, wurde aber auch eher weniger für Erwachsene konzepiert.

Solange nicht die aktuellen Altersfreigaben für Spiele eingehalten werden, macht es auch wenig Sinn, noch mehr an Regelwerk 

einzuführen.

Wenn ich um 14.30 Uhr auf einen Nachrichtensender im TV, stundenlang  reale Kriegsdokumentationen zu sehen bekommen frag ich mich ebenfalls, was die Alterbeschränkungen für ein Spiel überhaupt sollen (?) 

Wichtig wäre eher, dass den Kids heutzutage versucht wird, feste Werte zu vermitteln. 

Klar, kann man das auch in der Schule versuchen, aber eigentlich stehen die Eltern in der Hauptverantwortung.

Von Ihnen sollte man erwarten können, dass sie ihren Nachwuchs entsprechend einschätzen können und dem entsprechend 

auch einwirken müssen ... 

Kids die täglich Stundenlang vor PC und Konsole hocken, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit wenig Sozialkompetenz ... 

daher wäre es viel wichtiger, dass sich Eltern mehr mit ihren Kids beschäftigen, wieder mehr in Vereinen oder vergleichbarem engagieren ! Wenn sich ein Jugendlicher  dann noch ab und an mit Zocken beschäftigt bzw. um mit Freunden dort zu spielen, finde ich das vollkommen okay, selbst wenn er noch keine 18 ist und CoD spielen würde. 







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