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Test: Nintendo Switch Lite

Test Switch Lite Review Hardware

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Eine Antwort in diesem Thema

#1 M3phistoXP

M3phistoXP

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Geschrieben 18 October 2019 - 11:27 Uhr

Ich hatte die Möglichkeit, die neueste Iteration der Switch für eine Woche auszuleihen und zu testen. Daher gibt es im Folgenden nun meine Eindrücke zu Nintendos Handheld.

Size does matter

"Gott ist die klein", war mein erster Gedanke, als ich das Gerät in der grauen Variante(Es gibt noch Gelb und Torquise) zum ersten Mal in die Hand nahm. Und leicht. Zwar sind es nur ein paar hundert Gramm, die die Lite von der OG-Switch unterscheiden, doch die reichen aus um mich zu fragen, wie ich die letzten zwei Jahre mit der normalen Variante auf der Couch oder in Bus und Bahn länger spielen konnte. Insgesamt wirkt die Lite gut verarbeitet, obwohl natürlich Plastik zum Einsatz kommt. Der Screen ist jetzt nicht mehr 6,2 Zoll, sondern nur noch 5,5 Zoll groß. Die Auflösung von 720P bleibt. Was fehlt sind die Joy-Cons. Die Steuereinheiten sind jetzt fest am Gerät. Ebenfalls obsolet wurde die Infrarotkamera am rechten Joy-Con sowie der Kickstand, den man bei der Ur-Switch noch ausklappen konnte, um das Gerät auf einen Tisch zu stellen. Auch auf den HD-Rumble der Joy-Cons muss man verzichten. Die Texturierung der Lite ist etwas rauer, was ebenfalls für ein besseres Gefühl beim spielen sorgt
Das Button-Layout bleibt gleich. Face-Buttons und Trigger fühlen sich genauso an, wie beim großen Bruder. Ein großer Unterschied beim Layout ist jedoch dass Pad,welches sich anstatt der vier Richtungstasten nun unter dem rechten Stick befindet. Eine gute Ergänzung und gerade für 2D-Titel ein willkommenes Upgrade.Zwar hörte ich auch von erneut auftretenen Problemem mit den Sticks un dem berüchtigten Drift, den hatte ich aber weder in der normalen Switch, noch der Lite.
Warum Nintendo übrigens keinen Bluetooth-Support für Kopfhörer nachreicht, ist mir wie schon bei der großen Switch vor zwei Jahren immer noch schleierhaft.


Ein guter Handheld

Wie bereits angedeutet, ist die Switch Lite alleine schon durch ihren Größe deutlich angenehmer in der Hand zu halten, als die große Switch. Doch wie ist es darauf zu spielen?

In den meisten Fällen hervorragend. Trotz dessen dass der Screen kleiner ist, sehen Spiele wie "Links Awakening", "Mario Kart 8" oder auch "Overwatch" sehr gut aus. Da die Pixeldichte höher ausfällt, wirken diese Titel auch nochmal schärfer. An die Grenzen kommt der Bildschirm allerdings bei besonders textlastigen Spielen wie "Xenoblade Chronicles 2". Dort braucht man dann eine Lupe um Anzeigen oder geschriebene Texe ordentlich erkennen zu können. Wer also viele Rollenspiele spielt, sollte sich zwei Mal überlegen, ob er die Lite kauft.
Bestimmte Titel lassen sich übrigens nicht spielen. "One-Two-Switch" und "Mario Party" wären einige davon.

Auch nach mehreren Stunden konnte ich das Gerät noch in der Hand halten. Es fühlte sich an, als ob man einen modernen Game Boy Advance hätte. Wer größere Händer hat, sollte die Lite vorher in die Hand nehmen, um zu gucken ob der Formfaktor zusagt.


Switchlein wechsel dich-Nicht

Kommen wir mal zum Elefant im Raum, diese Switch kann nicht switchen. Zumindet nicht physisch. Solltet ihr eine OG-Switch euer Eigen nennen, könnt ihr es vergessen die Lite in die Docking-Station zu packen. Sie passt schlicht nicht rein. Zwar hat die Lite einen USB-C Anschluss, der dient aber nur noch zum aufladen des Akkus.
Damit ist hat sich Nintendo bei der Namensgebung seinerzeit mit der Switch keinen Gefallen getan. Obwohl man dem einen Riegel vorschieben könnte, hätte man das Gerät nicht mit dem Zusatz " Lite" sondern "Go" versehen. Damit wäre einerseits immer noch klar, dass sie zur Switch-Familie gehört, andererseits aber auch bereits im Namen definiert, dass sie nicht als Heimkonsole zu gebrauchen ist.

Ein Horror namens Datenverwaltung

Nintendo zeichnete sich nie dadurch aus, dass sie wüssten wie man Online-Gaming heutzutage aufzieht. Das sieht man auch bei der Lite. Möchte man diese nämlich als Zweitkonsole benutzen, müssen einige Dinge beachtet werden, die von anderen Herstellern sicherlich eleganter und kundenorientierter gelöst werden würden. Zwar lässt sich der Account doppeln, aber dann beginnen die unnötigen Hürden für den User.

Beispielsweise lässt sich nicht einfach die SD-Karte der großen Switch in die kleine stecken um Daten von Spielen schnell zu wechseln. Digital müssen erneut heruntergeladen werden. Auch müsst ihr bei der Lite dann immer online sein, damit das System verifizieren kann, dass die online erworbenen Titel euch auch gehören.
Dies lässt sich zumindest mit einem Work-Around beheben. Ihr deregistriert die OG-Switch als Hauptkonsole. Ihr denkt Nintendo hat dafür einen einfachen Menüpunkt im System? Nein. Das wäre ja einfach. Ihr müsst in den E-Shop auf euer Profil gehen. Dort könnt ihr die Switch dann als Hauptkonsole löschen.
Dann geht ihr mit der Lite in den E-Shop. Damit ist die Lite dann automatisch eure neue Hauptkonsole. Das hat den Vorteil, dass ihr nun eure digitale Bibliothek offline nutzen könnt. Die OG-Switch die dann im Dock bleibt muss dann zwar immer kurz bestätigen dass euch das Spiel gehört, aber wer eine einigermaßen ordentliche Internetsverbindung hat, sollte damit kein Problem haben.
Dies gilt übrigens nur für ditigal erworbene Titel. Spiele auf Cartridge können einfach gewechselt werden, ohne dass das System die Echtheit überprüfen muss.

Was aber nicht heißt, dass ihr einfach die Spielstände automatisch auf der anderen Konsole habt. Hier müsst ihr die Daten eines Spiels(egal ob digital oder physisch) erst in die Cloud laden, und sie dann auf der anderen Konsole wieder runter zu laden. Zum Glück dauert das nur ein paar Sekunden.

Hat man diese Sachen verstanden und beherzigt, lässt sich der "Switch" zumidnest digital vollziehen. Bei den von mir getesteten Titeln ging der Datentransfer schnell. Lediglich der Weg dahin bis man mal alles so eingerichtet hat bis es funktioniert ist selten dämlich, und Nintendo sollte wirklich mehr in die Userbility investieren.

Fazit:

Die Switch-Lite ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist sie ein hervorragender Handheld, der als solcher zum Besten gehört, was man zur Zeit kaufen kann. Wer nur unterwegs spielen möchte, und nicht daran interessiert ist am großen TV zu zocken wird glücklich werden.

Wer jedoch die Lite als Zweitkonsole nutzen müsste, sollte sich dies zweimal überlegen. Zwar helfen die genannten Work-Arounds, doch das Alleinstellungsmerkmal, nämlich sowohl unkompliziert am TV und unterwegs zu spielen geht flöten. Man kann sich mit dem Datenmanagement arrangieren, und wer größetnteils pendelt und nur gelegentlich am TV zockt, für den könnte es in diesem speziellen Fall funkionieren. Wer umgekehrt fast nur an der Glotze spielt, für den erübrigt sich die Frage nach einer zweiten Switch sowieso.

In beiden Fällen sollte natürlich der Preis nicht außen vor gelassen werden. Zwar ist die UVP der Lite mit 230 Euro günstiger als damals bei der OG-Switch, aber diese gibt es mittlwerweile stellenweise im Angebot deutlich günstiger als die zum Start veranschlagten 330 Euro. Und dann sollte zweimal überlegen, ob man nicht den Aufpreis zahlt, dafür aber alle Features mit an Bord hat.


  • RetroRaven gefällt das

Mit dem Zweiten sieht man besser ;) .

 

Oder: Einer von uns. Gemeinsam in den Abgrund.


#2 RetroRaven

RetroRaven

    Stammgast

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  • PSN ID:RetroRaven40K

Geschrieben 22 October 2019 - 15:05 Uhr

Ich würde mir die Lite auch nicht holen. Dafür ist mir der Preisunterschied zu Verlust der Switch-Fähigkeit einfach zu gering. Die Sache mit der fast zu kleinen Schrift spielt aber auch noch hinein, da ich viele JRPGS auf meinen Konsolen spiele. Werde noch etwas warten und hoffen, dass die normale Switch billiger wird. Gegen 200€ wird's interessant ^_^


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